Norlimbanol® – die trockene Seite des Ambers

Norlimbanol® – die trockene Seite des Ambers

Norlimbanol® (Produktcode 967412) ist ein Woody-Amber-Molekül, 1986 von Firmenich eingeführt: kraftvolle, trocken-holzige Ambernoten mit sehr hoher Tenazität. Diese Seite fasst zusammen, was die Herstellerangaben über Geschichte, Charakter und Einsatz des Materials aussagen.

Inhalt

  1. Was Norlimbanol ist
  2. Aus der Woody-Amber-Geschichte von Firmenich
  3. Norlimbanol und Ambroxan im Vergleich
  4. Rolle in der Formel und Dosierung
  5. Einstufung und IFRA
  6. Häufige Fragen

1. Was Norlimbanol ist

Norlimbanol® ist ein Woody-Amber-Material von dsm-firmenich mit den offiziellen Deskriptoren Dry Woods und Ambery. Der Hersteller beschreibt es als „Powerful dry woody and ambery note“ – eine kraftvolle, trocken-holzige Ambernote, die „der gesamten olfaktorischen Pyramide von Kopf bis Basis Effekte verleiht“.

Auf der Herstellerskala erreicht Norlimbanol eine Tenazität von 9; auf dem Blotter hält es rund eine Woche. Das Material ist flüssig, kann laut Hersteller aber kristallisieren. Laut Herstellerangaben ist es eine Reaktionsmasse von Isomeren (Summenformel C15H30O, Molekulargewicht 226,4 g/mol); eine CAS-Nummer veröffentlicht der Hersteller nicht, geführt wird es unter EC-Nr. 942-425-2.

2. Aus der Woody-Amber-Geschichte von Firmenich

Die holzige Familie von dsm-firmenich begann 1972 mit Polywood® und wurde 1986 mit der Einführung von Norlimbanol® fortgeschrieben – laut Hersteller „zwei bahnbrechende Moleküle, die den Standard für kraftvolle, langanhaltende Holz- und Ambernoten setzten“. Der Hersteller führt Norlimbanol in seiner Woody-Amber-Linie nach Z11™.

3. Norlimbanol und Ambroxan im Vergleich

Wer Ambroxan-Qualitäten wie Ambrofix® oder AmberMor® kennt, findet in Norlimbanol die deutlich trockenere, holzigere Seite des Amber-Spektrums – weniger Ambergris-Wärme, mehr „Dry Woods“.

Beide Materialklassen konkurrieren nicht, sondern ergänzen sich in der Basis: Norlimbanol passt als trockene Holznote neben Amber-Materialien wie Ambrofix®.

4. Rolle in der Formel und Dosierung

Laut Hersteller „verstärkt Norlimbanol frische Kopfnoten und die Tenazität von Parfums in allen Anwendungen“. In niedriger Dosierung bringt es Trockenheit und Langlebigkeit, in höherer Dosierung bestimmt es selbst den Woody-Amber-Charakter der Komposition.

Die durchschnittliche Dosierung in der Feinparfümerie liegt laut Hersteller bei 0,82 %, die Maximalwerte reichen bis 4,04 %. In Shampoo liegt der Durchschnitt bei 0,29 %, in Duschgel und Seife bei 0,18 %, in Waschmittel bei 0,17 %, in Weichspüler bei 0,28 % und in Kerzen bei 0,23 %. Wegen der Kraft des Materials empfiehlt sich das Herantasten von unten; für die Formelarbeit ist eine 10-%-Verdünnung in Ethanol oder DPG praktisch.

5. Einstufung und IFRA

Laut Herstellerangaben ist Norlimbanol als hautsensibilisierend eingestuft (H317, Skin Sens. 1B). Signalwort „Achtung“, Piktogramm GHS07. Laut Hersteller ist das Material leicht biologisch abbaubar (readily biodegradable), mit einem Green Score von 50–70 %.

Für den Stoff besteht ein IFRA-Standard (Amendment 51, Restriction wegen dermaler Sensibilisierung und systemischer Toxizität); maßgeblich sind die Höchstmengen je Produktkategorie im aktuellen IFRA-Standard.

Häufige Fragen

Was ist Norlimbanol?

Ein Woody-Amber-Molekül von dsm-firmenich, 1986 eingeführt. Es liefert eine kraftvolle, trocken-holzige Ambernote mit rund einer Woche Haltbarkeit auf dem Blotter.

Worin unterscheidet sich Norlimbanol von Ambroxan?

Norlimbanol steht laut Hersteller-Deskriptoren für „Dry Woods, Ambery“ – die trockene, holzige Seite des Amber-Spektrums. Wer die typische Ambergris-Facette sucht, greift zu Ambroxan-Qualitäten wie Ambrofix® oder AmberMor®; beide Materialklassen ergänzen sich in der Basis.

Wie dosiere ich Norlimbanol?

In der Feinparfümerie durchschnittlich 0,82 %, maximal 4,04 % (Herstellerangaben). Für das fertige Produkt gilt zusätzlich der aktuelle IFRA-Standard.


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