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Hedione® (Firmenich)
Hedione® (Firmenich)
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Hedione® – dsm-firmenich
Hedione ist wahrscheinlich das wichtigste Molekül, von dem die meisten Menschen nie gehört haben. Seit 1966 – dem Jahr von Diors Eau Sauvage – steckt es in einem Großteil aller Fine Fragrances, die seither erschienen sind.
Duftcharakter
- Floral, jasminartig, mit einem erfrischenden Zitrus-Hauch (offizielle technische Deskriptoren)
- Elegant und transparent – ein "weißer Blüten"-Effekt, der Kompositionen Leuchtkraft und Seidigkeit verleiht (Herstellerbeschreibung)
- Farblos bis blassgelb, flüssig
- Wirkt weniger als einzelne Note, mehr als strukturgebendes Element
Rolle in der Formel
Hedione verstärkt florale Noten in Parfümkompositionen und verleiht ihnen Präsenz, Wahrnehmbarkeit und Diffusion – ohne die Formel dabei zwangsläufig intensiver wirken zu lassen. Laut Hersteller wird es klassisch in Jasmin- und Weißblüten-Rekonstruktionen eingesetzt und kann darüber hinaus auch als Filler dienen, der eine Formel harmonisch auffüllt, ohne einen eigenen dominanten Charakter einzubringen. Es kommt dabei nicht nur in Jasmin-Akkorden zum Einsatz, sondern praktisch in allen Duftrichtungen.
Historisch gilt Hedione als das Molekül, das 1966 mit Edmond Roudnitskas Eau Sauvage für Dior in die Fine Fragrance einzog – seither ist es aus einem Großteil der seither erschienenen Parfums kaum wegzudenken.
Verwendung in der Parfümerie
Der allgemeine Einsatzbereich laut Hersteller liegt bei 2–15 %, wobei je nach Anwendungsbereich deutlich höhere Konzentrationen üblich sind. Hedione eignet sich für florale Kompositionen, Jasmin- und Weißblüten-Akkorde sowie als transparenter Auffüller, der einer Formel Luftigkeit und Ausstrahlung verleiht.
Empfohlene Dosierung nach Anwendung (Herstellerangaben):
| Fine Fragrance | 12–38 % |
| Shampoo | 8–20 % |
| Duschgel | 8–23 % |
| Seife | 5–17 % |
| Waschmittel | 3–13 % |
| Weichspüler | 4–13 % |
| APC (Allzweckreiniger) | 2–8 % |
| Kerzen | 5–17 % |
Höhercisige Qualität: Für eine Version mit besonders hohem Cis-Anteil (78–100 %) und dadurch maximaler Ausstrahlung und Diffusion führen wir Methyl Dihydrojasmonate 80/20 (High-Cis).
Praktischer Hinweis: Lösen, Lagern, Kombinieren
Lösen: Löslich in Alkohol und gängigen Parfümölen, nicht wasserlöslich (bestätigt durch aktuelles Sicherheitsdatenblatt).
Lagern: Kühl, trocken und lichtgeschützt lagern, Behälter fest verschlossen halten. Stets in Originalverpackung aufbewahren.
Kombinieren: Klassischer Bestandteil von Jasmin- und Weißblüten-Akkorden, bewährt in Kombination mit Indol, Benzylacetat und Linalool für realistische Jasminherzen.
Sicherheitshinweise
Laut aktuellem Sicherheitsdatenblatt von Firmenich Grasse SAS (Version 10.1, 19.08.2025) ist Hedione nicht als gefährlich gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 eingestuft – keinerlei Etikettierung erforderlich. Die Substanz birgt laut Hersteller kein physikalisches Risiko, keine Gesundheitsgefährdung und kein Umweltrisiko unter normalen Verwendungsbedingungen. Kein PBT- oder vPvB-Stoff, nicht als endokriner Disruptor bewertet (weder für die menschliche Gesundheit noch für die Umwelt).
Toxikologische Daten aus dem Sicherheitsdatenblatt: orale LD50 (Ratte) >5.000 mg/kg, dermale LD50 (Kaninchen) >5.000 mg/kg. Der Ames-Test auf Mutagenität verlief negativ. Der Flammpunkt liegt bei 148 °C, die Selbstentzündungstemperatur bei 259 °C – nicht entzündbar im Sinne der Brandschutzvorschriften. Für den Transport ist Hedione nicht als Gefahrgut eingestuft.
Ökotoxikologische Daten: LC50 (Fisch, Oryzias latipes, 96h) = 19 mg/l, EC50 (Daphnien, 48h) = 8,25 mg/l, ECr50 (Algen, 72h) = 45,9 mg/l. Die Substanz ist schnell biologisch abbaubar. In Deutschland gilt die Wassergefährdungsklasse 2.
Physico-Chemical Properties
| Hersteller | Firmenich Grasse SAS (dsm-firmenich) |
| Chemische Bezeichnung | Methyl Dihydrojasmonate |
| Produktcode | W08030 |
| CAS-Nr. | 24851-98-7 |
| EC-Nr. | 246-495-9 |
| FEMA-Nr. | 3408 |
| REACH-Registriernummer | 01-2119493355-31 |
| Molekulargewicht | 226 g/mol |
| Aussehen | Dünnflüssige Flüssigkeit |
| Schmelzpunkt | <20 °C (OECD 102) |
| Siedepunkt | 302,2 °C (OECD 103) |
| LogP (log Kow) | 2,93 |
| Wasserlöslichkeit | Unlöslich |
| Flammpunkt | 148 °C |
| Selbstentzündungstemperatur | 259 °C |
| Ökobilanz | Schnell biologisch abbaubar |
FAQ
Was ist Hedione?
Hedione (Methyl Dihydrojasmonate) ist ein von dsm-firmenich (ehemals Firmenich) in den 1950er/60er Jahren entwickeltes Molekül mit transparentem, jasminartigem Duftcharakter. Es wurde 1966 durch Edmond Roudnitskas Eau Sauvage für Dior weltberühmt.
Wie hoch sollte die Dosierung sein?
Der allgemeine Einsatzbereich liegt bei 2–15 %. Je nach Anwendung sind jedoch deutlich höhere Konzentrationen üblich – in Fine Fragrance beispielsweise 12–38 %.
Wofür wird Hedione typischerweise eingesetzt?
Für florale Kompositionen, Jasmin- und Weißblüten-Rekonstruktionen sowie als transparenter Filler, der einer Formel Leuchtkraft verleiht. Es wird praktisch in allen Duftrichtungen eingesetzt, nicht nur in Jasmin-Akkorden.
Ist Hedione als gefährlich eingestuft?
Nein. Laut aktuellem Sicherheitsdatenblatt von Firmenich (Version 10.1, 2025) ist Hedione nicht als gefährlich gemäß CLP-Verordnung eingestuft – keinerlei Etikettierung erforderlich.
Gefahrenhinweise (CLP-Kennzeichnung)
Nicht als gefährlich eingestuft gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) in ihrer jeweils geltenden Fassung. Kein Gefahrenpiktogramm, kein Signalwort und keine Gefahrenhinweise (H-Sätze) erforderlich.
Stoff: Hedione® / Methyl Dihydrojasmonate (CAS 24851-98-7). Die rechtsverbindliche Kennzeichnung befindet sich auf dem Gebindeetikett.
Wichtiger Hinweis
Dieses Produkt ist ein parfümerischer Rohstoff und dient ausschließlich der Duftentwicklung, kreativen Experimenten, Ausbildung sowie dem Studium parfümerischer Materialien. Es handelt sich nicht um ein fertiges kosmetisches Produkt. Bitte verantwortungsvoll verwenden.
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